Gibson Les Paul BJ 1954 conversion

Diese Gibson Les Paul hat das Licht der Welt 1954 erblickt , wurde dann im Laufe der Zeit, leider muß man sagen , erheblich modifiziert , was den Sammlerwert erheblich einschränkt . Wenn alles original geblieben wäre , dann würde man für das gute Stück so um die 50.000 -60.000 EUR aufrufen, je nach Zustand .
Die 1954er Les Pauls wurden damals nur mit sogenannten P90 Tonabnehmern hergestellt. Die klassischen PAF Humbucker Pick Ups wurden erst ab 1957 verbaut . Im Laufe Ihres Lebens wurde die Gitarre auf PAF Humbucker ( replicen von Andreas Kloppmann )umgerüstet. Da diese Humbucker mehr Platz brauchen, wurde dabei Holz ausgefräst . So eine Operation nennt man dann Conversion. Im Laufe Ihres Lebens , wurde in den 80er Jahren, der recht dicke 50er Jahre Hals , auf Flitzefinger Niveau herunter geschliffen. Des weiteren wurde der Body refinished ( überlackiert ) . Dies wurde zum Glück mit dünnem Nitro Lack durchgeführt . 
Tonal , ist die Gitarre nach wie vor ein Monster . Der Body besteht aus altem Honduras Mahagoni welches heute unter Artenschutz steht , das Griffbrett aus brasilianischem Palisander ( ebenfalls Artenschutz )

Gibson Les Paul 1956 reissue Bavarian Makeover

Was tun, wenn man eine der begehrten Les Pauls aus den 50er Jahren haben möchte, aber nicht bereit ist, oder schlicht die Kohle nicht hat 60.000,00 EUR auszugeben , denn soviel muß man für eine gut erhaltene 1956 Gold Top hinblättern.

Nun es gibt in Bayern einen Gitarrenbaumeister ( Florian Jäger ) der sich drauf spezialisiert hat sogenannte Makeover Gitarren anzubieten. Das heißt man kauft eine hochwertige Gibson Custom Shop Gitarre, schickt diese dann zur Bearbeitung nach Oberstdorf zu Florian Jäger zum makeovern .

Gibson gaukelt seit Jahren bei den sogenannten Custom Shop Instrumenten, den Käufern vor, eine originale Kopie dieser alten Gitarren zu kaufen, verwendet aber normalen Industrie Lack , der mit vielen Plastikanteilen sich tondämmend auf die Gitarre auswirkt. Wenn man Sound gourmet ist  klingen diese  meist recht dumpf, es fehlt an Dynamik und Tonentfaltung.

Beim makeovern, wird dieser Industrielack zunächst komplett entfernt, dabei kann man den Hals noch etwas nachbearbeiten, so das dieser von dem Baseballschläger Format auf ein etwas handfreundlicheres Format angepasst wird. Als nächstes wird dann dieser echte Farbton aus den 50ern in Form von bronze powder aufgetragen und schließlich mit hauchdünnem Nitro Lack, so wie Gibson den in den 50ern benutzt hat versiegelt. Um die vielen Lackrisse hinzubekommen, kommt die Gitarre dann in eine Kältekammer , wo die dünne Lackschicht an einigen Stellen aufreißt .
Des weiteren wurde der Gibson Schriftzug an die historisch korrekte Stelle , wo er 1956 war versetzt. 
Letzten Endes wurden dann noch die hochglänzende Hardware gegen aged Parts ausgetauscht , so das man neben dem deutlich verbesserten Schwingungsverhalten auch optisch das Gefühl einer echten alten Les Paul hat.

Gibson Les Paul 1956

Gibson Les Paul Collectors Choice #8 akka The Beast

Eine original 1959er Gibson Les Paul gilt allgemein als der Holy Grail der elektrischen Gitarre , was zum einen daran liegt , das in den Jahren 1958,1959,1960 nur um die 2000 Stück davon gebaut wurden, zum anderen die Heroes der späten 60er/frühen 70er wie Eric Clapton, Jimmy Page, Gary Moore , Jeff Beck etc. diese Gitarren für sich entdeckten und benutzten, was einen ziemlichen Hype auf diese Les Pauls auslöste , der bis heute anhält .
Diese original Les Pauls werden um die 300.000,00 US Dollar gehandelt , sollte die Gitarre jedoch im Besitz von einem dieser Stars gewesen sein , kann es auch in Richtung 1.000.0000,00 US Dollar gehen.
So hat zum Beispiel der Metallica Gitarrist die 1959er Les Paul erworben die in den 60ern im Besitz von Peter Green und später Gary Moore war. 
Das besondere an diesen Gitarren ist der äußerst lebendige warme holzige Ton und von der Optik her die Maserung der massiven Riegelahorn Decke.

Anfang der 2010er Jahre legt Gibson ein Programm auf, welches sich Collectors Choice nannte , und wo Gibson einige dieser bekannten Gitarren in streng limitierten Stückzahlen bis ins kleinste Detail original nachbaute . Wie der Name sagt handelt es sich um Sammler Objekte , die in den letzten Jahren auch eine erhebliche Wertsteigerung erfahren haben. Wenn man auf dem Gebrauchtmarkt überhaupt eine findet , dann werden hier schon mal um die 20.000,00 EUR aufgerufen.

Dieses abgebildete Exemplar ist eine Kopie der 1959er Les Paul , die dem ehemaligen Gitarristen  von Whitesnake, Bernie Marsden  gehört , und auch heute noch in seinem Besitz ist . Die Gitarre wurde 2013 gebaut und ist ein besonderes schönes Exemplar . Ich traf Bernie Marsden 2017 im Rahmen einer Gitarren Show in Hamburg und er hat mir die Gitarre handsigniert.